Freitag, 13. September 2013



Green Planet – Wo sind die Teakbäume ?

In den vergangenen beiden Jahren hat sich die Green Planet AG immer wieder mit Erfolgsmeldungen zu Wort gemeldet und mit alten Teakbäumen, die mit kurzer Restlaufzeit eine schnelle Rendite versprechen.

Tatsache ist, dass die Green Planet AG zahlreiche Grundstücke im Registro Nacional in Costa Rica eingetragen hat. Also ist die Green Planet AG tatsächlich Grundstückseigentümerin. Die Grundstücke liegen dabei in der Region Guanacaste.

Doch zeigt die Green Planet AG keinerlei Bilder von diesen Plantagen. Es gibt einige wenige Bilder, die beispielsweise den Vorstand Manfred Wander beim Pflanzen eines Setzlings zeigen. So weit so gut. Aber wo sind die Bilder von den ganzen angeblichen Plantagen? Hat die Green Planet AG einfach nur wertloses Land gekauft, nach dem Motto: Hauptsache wir haben etwas? 

Die Green Planet AG Bildergalerie auf picasa umfasst 18 Bilder. https://plus.google.com/photos/106290431905711947821/albums/5763481993600840897?banner=pwa
 
Diese sollen also 10 Jahre Erfahrung im Teakanbau mit rund 1000 Hektar Fläche dokumentieren.
Wer sich die Bilder anschaut sieht allerdings nur Jämmerliches. Zunächst einmal wissen wir nicht, ob die Bilder tatsächlich von Green Planet Plantagen stammen. Immerhin einen Beweis gibt es. Das Bild mit dem Plantagenschild der Green Planet AG. Allerdings sind die dort zu sehenden Bäumchen äusserst kümmerlich. 

Dünne Stangen, statt kräftiger 5-jähriger Bäume

Die Bäume treiben aus, die hohe Pflanzdichte behindert die Bäume beim  Wachsen. Gemäss Green Planet sollten diese Bäume alle längst einen Durchmesser von 35-40cm  haben. Tatsächlich dürften das aber eher 20cm sein.

Selbst wenn die Bilder der angeblich 5- bzw. 15-jährigen Teakbäume von Green Planet stammen, dann fragt man sich, wie diese Bäume zu den Green Planet Wachstumsversprechen passen sollen. Denn dicke, grosse Stämme sieht man nicht. Vielmehr offenbaren diese Bilder, dass die Bäume nur unzulänglich entastet werden und am Boden überall Durchtriebe wachsen, die für ungenügende Pflege und Bewirtschaftung sprechen.


Aber das ist noch längst nicht alles...

Donnerstag, 12. September 2013

In den vergangenen Tagen und Wochen habe ich mich intensiv mit Waldinvestments beschäftigt. Von Direktinvestments über geschlossene Fonds bis hin zu Aktien und Zertifikaten reicht dabei das Spektrum.
Ich fand die Idee eines Direktinvestments spannend und habe daher meinen Fokus darauf gelegt.
Es gibt eine Reihe von Anbietern, die ich unter die Lupe genommen habe. Mir sind dabei zahlreiche Dinge aufgefallen, die Anbieter von einander unterscheiden oder eben gemeinsam haben.
Aber ein Anbieter ist mir immer wieder negativ aufgefallen. Also habe ich angefangen zu recherchieren und dann wurde es immer abenteuerlicher. Jetzt bin ich der Meinung, daß man das einmal aufschreiben muß, um potenzielle Kunden aufzuklären. Die Rede ist von der

GREEN PLANET AG

Wer sich mit dem Angebot der Green Planet AG beschäftigt stößt auf zahlreiche Ungereimtheiten. Vor allem werden viele Fragen offen gelassen. Es gibt absolut keine Transparenz und so drängt sich einem der Eindruck auf, daß hier eine betrügerische Absicht bestehen könnte. Ist ja auch einfach, denn die Green Planet AG wirbt mit Investments in Teak und in Kautschuk, die über eine lange Laufzeit verfügen. Da können Kunden also jahrelang abgezockt werden bis es zur ersten Auszahlung kommen muß. Und dann sind die Macher auf einmal über alle Berge.

A propos Berge. Extrem bergig ist das Gelände wo Green Planet Kautschuk anbauen will. Angeblich stehen da sogar schon tausende von Bäumen. Stimmt aber nicht, wie man bei flickr sehen kann:
www.flickr.com/photos/greenplanetkautschuk

Schaut euch die Bilder an. Die stammen aus dem September 2013 und dann lest die Presseveröffentlichung, die Green Planet im April 2013, also ein halbes Jahr vorher veröffentlicht hat.
http://www.dgap.de/dgap/News/dgap_media/green-planet-green-planet-erweitert-produktportfolio/?newsID=751416

Da werden also bereits seit einem halben Jahr Kautschukbäume verkauft, die es noch gar nicht gibt.
Aber es kommt noch schlimmer...